Fr., 20. Okt. 2017

Fr., 20. Okt. 2017

Die Reise geht los und der Flug dahin

Jetzt geht unsere Reise nach Südafrika los. Die letzten Vorbereitungen sind getroffen, und am 20.10.17 heben wir zu unserem großen Abenteuer ab.

Wir wünschen Euch viel Spaß beim lesen.

Kerstin und Thorsten

20.10.17 Hamburg Airport Wir waren recht früh dort, weil wegen Bauarbeiten usw. es zu Abfertigungswartezeiten kommen sollte. Fabian hat uns hingebracht und Helena und Michael kamen noch zum Abschied dazu. Durch den Online Check-in kamen wir sehr schnell durch die Abfertigung. Da war noch Zeit für ein gemeinsames Getränk. Auch der Sicherheitscheck verlief problemlos. Es ist schon interessant, wie so ein großes Flugzeug befüllt wird mit Passagieren - hat alles System. So klappte alles prima und wir hoben pünktlich um 21:35 Uhr ab und setzten nach einem ruhigen Flug und ein paar Stunden Schlaf (Entertainment-System hatte Probleme) um 3:35 Uhr (unserer Zeit) bzw. 5:35 Uhr Dubaier Zeit auf .Ja, der Flughafen Dubei ist schon sehr gewaltig, das kann man nicht anders sagen. So haben wir weder den sagenumwobenen Wasserfall noch die Bahn im Airport gesehen. Der Hunger war auch sehr groß, so dass wir erstmal ein Käseomlett und einen sehr großen Becher Cappuccino getrunken haben, über den Preis schweigen wir uns mal aus ;-).War lecker. Um 10.45 h geht es dann weiter.

Flug von Dubai nach Kapstadt

Wie gsagt um 10:45 ist unsere Maschine vom Finger über das lange Rollfeld zur Startbahn gefahren. Unterwegs informierte uns der Pilot, dass wir unseren Slot verpasst haben, und wir dadurch mit 10-15 min. Verspätung starten werden, weil ca. 12 Maschinen jetzt vor uns dran sind. Als wir fast dran sind, infomiert uns der Pilot, dass wir leider ein technisches Problem haben, und wir wieder zurück müssen. Schluck, na, besser vor als nach dem Start...

Also wieder zurück, andocken wo schon mehrere Fahrzeuge mit Technikern/Material warten, Maschine aus und warten. Wir bekommen Getränke und vertreiben uns die Zeit mit dem Board-Enterteinment-System. Nach guten 45min. dann die erlösende Mitteilung: Alles wieder ok, wir können los. Also wieder über das Rollfeld zur Startbahn und -juhu wir geben Gas.

Endlich gibt es auch was zu Essen - doch schon während das Essen verteilt wird, kommt die Aufforderung des Piloten, uns wieder anzuschnallen, da wir gleich ein paar Turbulenzen haben werden. Das wiederholte sich mehrere Male während des Fluges. Hat ganz schön gerüttelt aber zum Glück blieben uns größere Luftlöcher erspart.

Mit gut 2-stündiger Verspätung sind wir dann in Kapstadt endlich gelandet. Während der Landeanflug noch im Sonnenuntergangslicht stattfand, war es nun stockdunkel. Jetzt nur noch durch die Passkontrolle, bei der wohl oft das Rückflugticket vorgelegt werden muss. Oh Schreck, die liegen im Koffer. Auf dem Handy gespeichert sind nur Kopien der Hinflug-Tickets. Herzklopfen am Schalter, aber alles läuft glatt. Welcome in South Africa! Jetzt noch 1. Geld holen, 2. SIM.-Karte kaufen, 3. das Auto abholen. 1. klappt prima. 2. wahrscheinlich sind wir blind - weit und breit kein Laden zu finden wo wir eine SIM bekommen. Eine Flughafen-Mitarbeiterin erklärt uns einen Weg, der eher in einen Hinterhof führt - das lassen wir lieber. Bleibt noch 3. - das Auto. Das dauert. Lange Schlange bei Europcar. Wie unsere Tochter sagt, man wird entschleunigt - aber doch nicht jetzt bitte ;-). Schließlich müssen wir bis 22 Uhr in der Unterkunft sein. Aber immerhin: Wir bekommen ein nagelneues Auto! Riesengroß, mit 7 Sitzen - dafür keinen Kofferraum. Ups. Also auf dem dunklen Parkplatz erstmal Sitze umbauen.

Die Fahrt mit dem Auto verlief recht entspannt - findet der Fahrer, nicht so die Beifahrerin ;-) Also klar erst kurz wieder auf Linksverkehr einstellen, und dass der Blinker auch links ist ;-) aber dank des wenigen Verkehrs um diese Zeit ohne weitere Verzögerungen Richtung Green Point.

Um 21:40 Uhr erreichten wir dann endlich unser Hotel Head South Lodge. Herzlicher Empfang, Jimmy (er heißt wirklich so) trägt einen der Kofferhoch, kurz Papierkram dann endlich das Zimmer.

Müde und durstig - solche Kombi geht gar nicht. Also vor dem Schlafen noch schnell unten in die Bar und in Ruhe auf der Terasse eine Selter trinken - Knabberkram wird uns auch gleich gebracht.

Herzlich Willkommen wir sind jetzt in Südafrika.

So., 22. Okt. 2017

So., 22. Okt. 2017

22.10. Erster Tag in Kapstadt

Wunderbar ausgeruht fühlten wir uns beim Aufwachen. Ein Blick aus dem Fenster ergab: Die Sonne scheint! Die junge Dame an der Rezeption lag gestern Abend wohl richtig mit ihrem Tipp, heute gleich morgens auf den Tafelberg zu fahren. Aber erstmal gab es ein vorzügliches Frühstück.Der Kaffee lecker, Toast, Brötchen, Müsli, Obst, frisch gepresste Säfte, Rührei, Bacon, Würstchen - auch die obligatorischen Baked beans, Käseplatte, Aufschnitt... da blieben keine Wünsche offen. Damit auch Thorsten staunen und sich nicht gleich auf den Innenstadtverkehr konzentrieren musste, beherzigten wir den Vorschlag von Peter "Westernwaldi", uns Tickets für den Hop on- hop off-Buss zu kaufen. Zu Fuß liefen wir etwa 20 min zur Waterfront, wo es den Ticketshop dafür gibt, kauften gleich zwei 2-Tages-Tickets inklusive Seilbahn-Tickets für den Tafelberg.

Abfahrt war sofort und Dank der Audio-Guides im Bus in Deutsch, erfuhren wir eine ganze Menge zu dem, was wir sahen. Am Tafelberg stiegen wir aus. Schnell einen Sonnenhut für Kerstin gekauft und dann an die laaaange Warteschlange angestellt. Nach ca 1 1,5 h Wartezeit (wie gut dass wir wenigstens an der kürzeren Schlange stehen durften, weil wir schon die Tickets hatten) ging es dann mit der Seilbahn hoch hinauf auf das Plateau des Tafelbergs.Strahlend blauer Himmel, eine grandiose Aussicht, eine Tier- und Pflanzenwelt zum Staunen. Es war wie im Traum. Die bei Wetter.com vorhergesagten 20 ° wurden sicher weit übertroffen, ließen den Schweiß rinnen und zwangen uns zu einer schönen Wasser- und Cappucino-Pause im Café bevor wir nach ca 2 Stunden die Abfahrt antraten.Dort wartete schon wieder einer der Busse und wir konnten die rote Rundtour weiter mitfahren. Auch hier hatten wir noch wunderschöne Ausblicke, fuhren an der Küste an diversen Buchten und Stränden vorbei, erfreuten uns an glitzernden brausenden Wellen, dem Wind auf dem offenen Oberdeck des Busses und den Erläuterungen aus dem Kopfhörer. Am Ende der Tour schlenderten wir etwas an der Waterfront (Touristen-Amüsier-und Hafenviertel) herum, speisten sehr leckeres "Hungarian hat bread" in der Food-Hall, streunten durch ein Shopping-Center, fanden einen Vodacom-Shop und wollten eine Prepaid-SIM-Karte kaufen. Naja, wollten.... Bis wir feststellten, dass wir dazu unbedingt das entsprechende Handy dabei haben mussten. Ohne geht es nicht. Da das extra dafür mitgenommene uralt-Handy aber im Hotel lag, mussten wir unverrichteter Dinge wieder gehen - sehr zum nicht zu übersehenden Unwillen des Verkäufers. Bei Pick n Pay versorgten wir uns dann noch mit ein paar kleinen Snacks für die nächsten Tage und liefen zurück zum Hotel. Akkus laden, Füße hoch, Bilder sichten, frisch machen und schon war es Zeit, zum Abendessen zu gehen.

Wir ließen uns von Jimmy und seinem Kollegen ein Restaurant empfehlen und gingen asiatisch essen. Ganz anders als asiatische Restaurants bei uns war dieses sehr kühl eingerichtet und bis auf eine Gruppe Asiaten und einem weiteren Pärchen leer. Das Essen war frisch und wohlschmeckend, wenn auch nichts Besonderes. Über den Preis kann man nicht meckern (1 Vorspeise, 2 Hauptgerichte, 3 Getränke rund 20 Euro). Obwohl die Hotelangestellten versichern, dass die Wege zu den nächsten Restaurants auch abends sicher sind, ist es uns doch nicht so ganz geheuer. Es ist nicht viel Fußgängerverkehr auf den Wegen und wenn wir jemandem begegnen sind es meistens etwas suspekt wirkende Gestalten. Mal sehen, wie wir das morgen regeln. Vielleicht bestellen wir uns etwas ins Hotel.

Mo., 23. Okt. 2017

Mo., 23. Okt. 2017

23.10. Kirstenbosch

Unternehmungslustig starten wir nach dem Frühstück bei strahlend blauem Himmel zu Fuß wieder Richtung Waterfront, wo wir den 2. Tag unseres Hop on- hop off-Bustickets nutzen wollen. Heute steht die blaue Route auf unserem Plan mit einem längeren Zwischenstopp im Kirstenbosch National Botanical Garden.Einen Teil der Route kennen wir schon von der roten Route gestern, aber bald geht es in unbekannte Gefilde, raus aus der Stadt. An der Station Kirstenbosch verlassen wir wie geplant den Bus und gehen im Park auf Entdeckungstour. Es ist ein riesiges Gelände, das zum Ziel hat, die einheimische Pflanzenwelt zu erhalten und zu zeigen. Was für eine schöne Jahreszeit wir uns ausgesucht haben! Überall blühen Blumen, Sträucher und Bäume. Es zwitschert, piepst und trällert aus allen Büschen, wobei die Vögel teilweise nur schwer zu entdecken sind. Schattige und sonnige Wegesabschnitte wechseln sich ab. Es ist anstrengend aber wunderschön. Wie gut, dass wir gestern auf dem Tafelberg waren - der ist heute nämlich von Wolken verhangen.Wir staunen über die Artenvielfalt und Farbenpracht, gehen auf einem Brückenpfad zwischen Baumwipfeln hindurch und rasten auf der einen oder anderen Bank.

Mo., 23. Okt. 2017

Mo., 23. Okt. 2017

23.10 Kirstenbosch Teil 2

Gegen Mittag haben wir sicherlich nicht alles gesehen, sind aber so voller Eindrücke, hungrig und durstig, dass wir uns zu einer Mittagspause im Tea Room entschieden. Wir bekamen einen schattig gelegenen Tisch zugewiesen und aßen einen hitverdächtig leckeren hausgemachten Beef Burger mit Pommes und Salat.War das lecker! Ein Cappucino rundete das fürstliche Mal ab. Für herzhafte Lacher sorgte folgende Begebenheit: Eine große Schildkröte, die wir auch schon im Park gesehen hatten, lief an der Terrasse des Restaurants vorbei. Hinterher ein krabbelndes, gut gelauntes, blond gelocktes Baby - kaum größer als die Schildkröte. Was für ein köstlicher Anblick - Gäste, Personal, Eltern - alle erfreuten sich an der Situation. Leider haben wir das nicht im Foto festgehalten. Es kam ein frischer Wind auf, so dass wir anfingen, im Schatten zu frieren. Vollgefuttert machten wir uns dann auf den Weg zum Ausgang, an dem wir wieder in den Bus steigen konnten. Die Tour führte uns auf serpentinenartigen Straßen auf der Rückseite des Tafelberges an ersten Weingebieten vorbei. Auch am Township Imizamo Yethu gab es einen Stopp. Hier hätten wir zu einer geführten Township-Tour zu Fuß unterbrechen können, verzichteten aber nach all den gelaufenen Wegen darauf. Auf so eine Township-Tour muss man sich auch in Ruhe einlassen können um die Eindrücke zu verarbeiten - dem wären wir nicht gerecht geworden. Der kurze Blick in die ersten Straßen machte schon betroffen. Wie haben wir es bloß gut. Selbst die Flüchtlinge in Deutschland leben in den Erstaufnahmeunterkünften dagegen fast wie im Luxushotel. Weiter ging die Fahrt über Hout Bay und entlang der Küste über Camps Bay, Clifton, Bantry Bay und Sea Point wieder zur Waterfront. Inzwischen hatte sich der Himmel zugezogen, mächtige Wellen brachen an den Stränden und der Wind war ganz schön kühl.

Mo., 23. Okt. 2017

Mo., 23. Okt. 2017

23.10 Waterfront

An der Waterfront bummelten wir noch etwas durch die Gegend, fotografierten das halb über dem Tafelberg liegende Tischtuch und steuerten den berühmten Uhrenturm an. Auch ein paar Robben unterschiedlichster Größe schliefen auf ihrem angestammten Ponton. Wir kauften noch ein paar Leckereien und Getränke und einen Snack für's Abendbrot - heute würden wir garantiert nirgendwo mehr zum Essen hinlaufen. Der Weg von der Waterfront zurück zur Head South Lodge zog sich sehr in die Länge - komisch, dass die Straßen hier zum Nachmittag immer länger werden... ;-). Völlig erschöpft enterten wir unser Zimmer, wo Kerstin erstmal mit Schweißausbrüchen und Kreislaufbeschwerden kämpfte. Nach einem Stündchen Ruhe auf dem Bett war alles wieder gut und gemeinsam beschäftigten wir uns mit unserem Reisebericht.

Di., 24. Okt. 2017

Di., 24. Okt. 2017

24.10. Fahrt zum Kap der guten Hoffnung

Unser letzter voller Tag in Kapstadt ist angebrochen. Bei all den Möglichkeiten, was wir heute unternehmen könnten, fiel die Entscheidung für eine Tagestour mit unserem Mietwagen zum Kap der guten Hoffnung. Vier Nächte sind einfach zu wenig, um alles zu sehen, da muss man schon Abstriche machen. Erste Hürde des Tages war die Routenplanung in das Navi einzugeben. Wir wollten gern an der Küste entlang und über den Chapmens Peak Drive fahren - das Navi aber nicht. Nach diversen Versuchen ist uns das dann aber doch gelungen und die Fahrt ging los.Nachdem wir uns durch das Morgengewusel des Stadtverkehrs gemüht hatten, war die Fahrt an der Küstenlinie entlang wunderschön. Die Straße schlängelt sich von Bucht zu Bucht, durch diverse Ortschaften und mündet schließlich in eine der schönsten Küstenstraßen der Welt, den Chapmens Peak Drive. Viele Haltepunkte bieten Gelegenheit, die grandiosen Aussichten zu genießen.

Di., 24. Okt. 2017

Di., 24. Okt. 2017

24.10. Pinguine ahoi

Ein Zwischenstopp war bei den Pinguinen in Simon´s Town am Boulders Beach. Mit Menschenmassen strömten wir zu den possierlichen Tieren. Das Gelände ist nett angelegt, so das sich die Besucher nur auf Holzwegen durch die Kollonie bewegen, und so die Tiere nicht zu sehr stören. Es waren noch einige flauschige Jungtiere dabei.

Di., 24. Okt. 2017

Di., 24. Okt. 2017

24.10. Cape Point

Unsere heutige Tour in Newquay geht von unserem Hotel (weißer Stern mit roten Kreis) nach Westen zum Fristral Beach, von dort zum Coastquard's Lookout und dann zurück über die Beacon Cove zum Towan Beach und dann zum Hotel zurück.

Di., 24. Okt. 2017

Di., 24. Okt. 2017

24.10. Kap der guten Hoffnung

Jetzt ging es weiter zum offiziellen Höhepunkt des Tages - dem "MUSS" auf der Kaphalbinsel überhaupt: Dem Kap der guten Hoffnung. Unterwegs sichteten wir eine Straußenfamilie - das Küken entdeckten wir erst später - es hatte sich gut in den Büschen versteckt. Am berühmten Schild, mit dem sich jeder unbedingt fotografieren lassen will, warteten schon Menschenmassen (leider waren inzwischen diverse Reisebusse unterwegs). Es ging aber ohne Gekloppe und nach und nach kam jeder zu seinem Bild. Ein junges Deutsches Paar bat uns darum, von ihnen ein Foto zu machen und wir boten das gerne gegen die selbe Gegenleistung an. Anschließend berauschten wir uns an den riesigen Wellen, die sich an den Felsen brachen. Neben einigen Kormoranen auf einem Felsen im Meer entdeckten wir auch sich ausruhende Robben.

Di., 24. Okt. 2017

Di., 24. Okt. 2017

24.10. Rückweg über Camps Bay

Nun war es Zeit, den Rückweg anzutreten - außerdem fingen unsere Mägen langsam an zu knurren. Wir wollten nun den Chapmens Peak Drive noch einmal fahren - dieses Mal auf der dem Meer zugewandten Seite. Die Fahrt war toll, wobei die Beifahrerin natürlich mehr Augen für die Aussichten hatte, als der Fahrer - besser is.... Wegen Bauarbeiten, von denen auf dem Hinweg noch nichts zu sehen war, standen wir eine ganze Weile im Stau während die Sonne unbarmherzig ins Auto schien - es wurden immer nur in eine Richtung Fahrzeuge durchgelassen. In Camps Bay endlich, dem Ort der Schönen und Reichen, dem Strand an dem sich Promis und Models sonnen (haben keine entdeckt, wohl aber gleich mehrere Foto-Shooting-Versammlungen), fanden wir gleich einen Parkplatz und gingen im Oceam Blue Restaurant essen. Heute gab es Kudu und Springbock - schließlich sind wir ja in Afrika. Das Essen war ausgezeichnet. Anschließend machten wir noch einen Mini-Strandausflug und fuhren dann endlich zum Hotel zurück.

Mi., 25. Okt. 2017

Mi., 25. Okt. 2017

25.10. Auf nach Stellenbusch

Heute gibt es den von Einheimischen lang erhofften Regen. Da wir um die Wassernot der Kapregion wissen (die Wasserreservoire sind nur zu ca 28 % gefüllt und der Sommer kommt ja erst), nehmen wir das gern in Kauf. Immerhin hat der Wettergott uns drei herrliches Tage in Kapstadt beschert. Nun fuhren wir also bei "Kapstädter Schmuddelwetter" zunächst in Richtung Stellenbosch. Reiseführern nach zu beurteilen, ist es ein wunderschönes, uriges Städtchen mit schönen alten Gebäuden. Naja, schöne Gebäude haben wir gesehen, aber in langsam durchweichenden Regenjacken und mäßigen Temperaturen braucht man etwas Phantasie um das Flair der Stadt erahnen zu können. Nach einer Stunde Stadtspaziergang fanden wir, dass es sich zumindest heute nicht lohnte, hier noch länger herum zu laufen.

Mi., 25. Okt. 2017

Mi., 25. Okt. 2017

25.10. Weingut Fairview

Von Stellenbosch fuhren wir weiter nach Paarl. Wegen des gruseligen Wetters suchten wir trotz der frühen Stunde (ca 12.30h) erst einmal unser Gästehaus auf. Von Chantal herzlich empfangen, konnten wir tatsächlich gleich unser Zimmer für diese Nacht beziehen. Das Cape Valley Manor Guesthouse wird von einem Deutschen Ehepaar vom Bodensee geführt und ist sehr liebevoll eingerichtet - so auch unser Zimmer. Nach einer kleinen Pause im Zimmer kam auch der Hausherr Andreas, um sich bei uns vorzustellen. Wir plaudern ein Weilchen und tatsächlich hört es auf zu regnen. Andreas empfiehlt uns, zwei Weingüter zu besuchen und bietet an, uns in einem Restaurant für heute Abend einen Tisch zu reservieren. Unser erstes Ziel ist das Weingut Fairview. Es ist sehr idyllisch gelegen und begrüßt den Besucher mit dem charakteristischen Ziegenturm. Da die Ziegen gerade Futter bekommen hatten, wollte sich leider keine von ihnen dekorativ auf die Treppe stellen - das Futter war wohl attraktiver als die Aussicht vom Turm. Wir stöberten ein wenig herum, machten ein paar Bilder und bemerkten, dass der Wind immerhin einige Wolken wegpustete. So konnten wir zumindest erahnen, von welcher Landschaft die Stadt umgeben ist.

Mi., 25. Okt. 2017

Mi., 25. Okt. 2017

25.10. Weingut Spice Route

Von Fairview aus ist es nur ein kleines Stück die Straße weiter und man ist schon beim Weingut Spice Route. Tja, viel zu erzählen gibt es da nicht. Bei dem Wetter ist alles etwas trostlos wenn man nicht an einer Weinverkostung teilnimmt. Man kann sich aber gut vorstellen, wie es hier bei Sonnenschein ist.Die Bodenfliesen auf den WC's sind allerdings wirklich sehenswert ;-) Wir wandelten etwas über das Gelände und machten uns dann wieder auf den Rückweg nach Paarl.

Mi., 25. Okt. 2017

Mi., 25. Okt. 2017

Paarl

Tatsächlich wird das Wetter zunehmend freundlicher. Auf dem Weg zurück nach Paarl sehen wir die Straße, in der unsere Tochter fast 6 Monate gewohnt hat, verzichten aber auf einen Abstecher dorthin. Stattdessen halten wir an 2 Stellen der Main Road um zwei Kirchen und ein Gymnasium zu fotografieren. Als wir wieder in die Straße unseres Gästehauses einbiegen, ist sogar der Paarl Mountain mit seinen Granit-"Perlen" auf einmal aus den Wolken aufgetaucht - schnell wurde das im Foto festgehalten. Anschließend setzten wir uns bei kühlen Temperaturen aber tatsächlich Sonnenschein noch im wunderschön angelegten Guesthouse-Garten auf die Terasse und sichteten erste Fotos von heute. Nachher fahren wir nochmal in den Ort und essen im Terramare, welches uns Andreas empfohlen hat. Es wird von einem Schweizer geführt und soll das beste Preis-Leistungs-Verhältnis haben. Lassen wir uns überraschen. Hungrig sind wir schon.

Do., 26. Okt. 2017

Do., 26. Okt. 2017

26.10. Afrikaanse Taalmonument Paarl

PNach einem leckeren Frühstück und etwas Plaudern mit Andreas machten wir uns auf die Weiterreise. Es war trocken und zwischen den Wolken war auch immer mal ein Stückchen blauer Himmel zu sehen. So beschlossen wir, am Ortsausgang noch zum Afrikaanse Taalmonument hoch zu fahren. Es symbolisiert die Entstehung der Sprache Afrikaans und ist in einer sehr schönen Umgebung angelegt. Von dort oben hat man einen herrlichen Ausblick über das Tal und in die Berge. Auch die Paarl Rocks konnten wir so noch bei schönem Wetter sehen.

Do., 26. Okt. 2017

Do., 26. Okt. 2017

26.10. Fahrt nach Hermanus Franschhoek

Weiter ging es nicht auf dem kürzesten sondern schöneren Weg nach Hermanus. Wir fuhren durch Franschhoek,stiegen aber nicht aus, da es leider immer wieder anfing, zu regnen. Dann passierten wir den Franschhoek-Pass. Atemberaubende Aussichten muss man hier bei gutem Wetter haben, so viel konnten wir erahnen. Leider schüttete es wie aus Eimern. Auf der anderen Seite des Passes angekommen, änderte sich die Landschaft von schroffen Felslandschaften in weite Wiesen und Felder, Obstplantagen u.ä. Trostlos war der riesige Stausee, der so offensichtlich auf Wassernachschub wartet. Das ließ uns das Regenwetter gleich wieder demütig hinnehmen. Etwas später kam dann auch wieder die Sonne raus - dafür machte der Wind Thorsten das Autofahren schwer. Wie da Feldarbeiter auf offenen Pritschenwagen, auf ihren Pflanzenschnitten bei 100 kmh Halt finden, blieb uns rätselhaft.

Do., 26. Okt. 2017

Do., 26. Okt. 2017

26.10. Ankunft Hermanus

Hermanus begrüßte uns mit Sonne, Wolken, steifer Brise und einem genialen Guesthouse. Das Pelagus Guesthouse liegt direkt am Küstenpfad. Begrüßt wurden wir von einem ausgesprochen freundlichen Herrn, der very British anmutet ;-). Der Parkplatz hinter Elektrotoren gehört zu drei davon zugänglichen Gästehäusern. Wir bekamen erstmal eine Führung: Lounge mit Meerblick, Bar zur freien Verfügung (Vertrauensbasis - kommt auf Zimmerrechnung), Balkon mit Blick auf die gesamte Walker Bay, Frühstücksraum, Pool, Whirlpool und dann unser Zimmer mit direktem Zugang zum Pool. Für Schwimmen ist es uns zwar zu kalt, aber der warme Whirlpool wird vielleicht die Tage noch von uns angetestet. Thorsten hat auch endlich eine Badewanne - sein größtes Glück. Wir ruhten etwas aus, machten dann einen ersten Spaziergang und sahen, kaum dass wir aus der Pforte waren, unseren ersten Wal! Er winkte kurz mit der Brustflosse als wollte Bescheid sagen: Wir sind da! Später konnten wir noch mehr Wale beobachten - zwar nicht ganz dicht am Ufer, aber deutlich zu erkennen. Der kleine Hunger wollte gestillt werden und so ließen wir es uns bei Salat bzw. Burger und Milchshake gutgehen. Die Poolterasse bot sich danach an für ein schönes Päuschen auf einer der Liegen, zum Lesen und Fotos sichten. Abends hatte uns unser Gastgeber einen Tisch im Burgundy reserviert, wo wir sehr lecker frischen Fisch genossen. Bereits um 21 Uhr fielen wir müde in die Betten mit den Gedanken an unser bevorstehendes Abenteuer morgen Früh: 6.30h Whale-watching-Tour mit dem Whale-Cruiser Boot.

Fr., 27. Okt. 2017

Fr., 27. Okt. 2017

27.10. 6:30 Uhr auf zu den Walen

Gestern hatten wir kurzfristig ein Angebot bekommen, dass wir heute um 6:30 Uhr mit dem Schiff an einer Whale watching-Fahrt per Schiff teilnehmen könnten. Da wir das sowieso ins Auge gefasst hatten, haben wir da zugesagt. Um 5:45 Uhr ging dann der Wecker. Ohne Frühstück fuhren wir mit dem Auto zum Hafen von Hermanus, wo unserer Schiff lag. Nachdem alle Formalitäten und Sicherheitseinweisungen inkl. Schwimmweste anlegen erledigt waren, ging es auf das Schiffchen, welches schon im Hafen heftig schaukelte, so dass zwei Helfer die Gangway festhalten mussten, damit wir an Bord wackeln konnten. Der Wellengang auf dem offenen Meer war wirklich nicht ohne... Die Fahrt dauerte ca. 30 min bis wir in der Nähe einiger Wale anhielten. Die Glattwale kommen um dieses Jahreszeit an diese Küste um ihre 3000 kg schweren und 3-5 m langen Babys zu gebären und mit 600 l Milch täglich aufzuziehen. Es ist schon sehr spannend, diese Säugetiere aus der Nähe in ihrem natürlichen Lebensraum zu sehen. Für mich jedenfalls war es das, auch wenn ich in der Mitte des Schiffes sitzen blieb weil ich mit Übelkeit zu kämpfen hatte. Hätte ich zur Kamera gegriffen und durch den Sucher geschaut, dann wäre das mein Ende gewesen. Dafür genoss Kerstin das Abenteuer in vollen Zügen und macht fleißig Fotos. Gegen 9:15 Uhr hatte ich dann wieder festen Boden unter den Füssen. Wieder zurück ins Hotel und auf zum Frühstück. Langsames Essen und Trinken scheuchten meine Übelkeit zum Glück weg. Anschließend haben wir dann die Zeit genutzt unser Tagebuch weiterzuschreiben - bei schönster Aussicht aus der Lounge.

Sa., 28. Okt. 2017

Sa., 28. Okt. 2017

28.10. Chillen und De Kelders

Nach der Walfahrt gestern haben wir die Zeit genutzt und es uns am Pool gemütlich gemacht. Lesen, Kaffeetrinken und schlafen waren da angesagt. Nach einem gutem Frühstück heute sind wir nochmal am Küstenpfad gegangen. Das Wetter heute war himmlisch und warm. Wale waren leider nicht zu sehen, obwohl das Meer heute wesentlich ruhiger war. Also fassten wir kurzfristig den Entschluss, mit dem Auto auf die andere Seite der Walker Bay nach De Kelders zu fahren. Dort sollen sich die Wale auch oft aufhalten. Mit dem Auto fuhren wir dann gemütlich dorthin und fanden gleich einen Parkplatz an der Küste. Und siehe da, wir könnten es kaum glauben, Wale ohne Ende. Also Kamera gezückt und viele Fotos gemacht. Es ist schon echt ein tolles Erlebnis, wenn man diese Geschöpfe so beobachten kann. Nach unserem Fotoshooting mit den Walen sind wir dann noch durch De Kelders gefahren - also ein Ort für Urlaub ist das wohl nicht. Alles Einfamilienhäuser, keine Restaurants, keine Geschäfte. Also fuhren wir wieder nach Hermanus, und haben den Nachmittag mit Lesen, schlafen, Sonnenbaden und Kaffeetrinken verbracht. Ja, auch im Pool drehte Kerstin ein paar Runden. Auf dem Weg zum Essen abends haben wir nochmal das große Glück gehabt, dass die Wale jetzt auch in der Bucht von Hermanus waren - dieses Mal sind sie auch gesprungen! Was für ein Erlebnis! Somit endet unser Aufenthalt in Hermanus mit vielen schönen Erinnerungen, morgen geht es dann weiter.

So., 29. Okt. 2017

So., 29. Okt. 2017

29.10. Kap Agulhas und Struisbaai

Heute nach dem Frühstück hieß es Abschied nehmen von Hermanus und unserem schönen Guesthouse. Shane, der Manager, ließ es sich nicht nehmen, uns für die Weiterreise noch einige Highlight-Tipps mit auf den Weg zu geben - sehr nett. Wir fuhren etwa 2 Stunden zunächst an der Küstenstraße, dann durch ellenlange Weiten von Feldern und karger Landschaft über Bredasdorp nach Struisbaai. Da wir dort viel zu früh für das Einchecken in der nächsten Unterkunft waren, fuhren wir gleich die 7 km weiter durch zum südlichsten Punkt Afrikas, dem Kap Agulhas. Hier gibt es einen attraktiven Leuchtturm (wer Kerstin kennt, weiß wie sehr sie Leuchttürme mag) und den wirklich südlichsten Punkt Afrikas, an dem sich atlantischer und indischer Ozean treffen. Beeindruckt von den ersten Blicken auf das türkisblaue Meer machten wir uns zuerst auf zum Leuchtturm. Eintrittskarten für Turmbesteigung und Museum gekauft und ab zum Treppenhaus. "Mind your head" wurde uns noch mit auf den Weg gegeben. Uih - das sind aber steile Holzleitern. Und eng - der Fotorucksack auf dem Rücken passte nicht mit durch die Luken. So kletterten wir eifrig bis vor die allerletzte Leiter. Und dann? Haben wir aufgegeben...Die Leiter ging fast senkrecht nach oben, der Durchgang am oberen Ende war wieder sehr schmal und kaum eine Möglichkeit zum Festhalten. Wo man rauf will, muss man auch wieder runter kommen, haben wir unseren Kindern schon immer gesagt. Also sind wir umgekehrt und wieder nach unten gegangen. Nun machten wir uns zu Fuß von dort zum südlichsten Punkt von Afrika auf. Dieser ist vom Leuchtturm nicht weit entfernt. Der Weg dahin führt über einen Holzbohlenweg sicher vor Schlangen und giftigen Spinnen durch die "Dünenlandschaft", die keine ist sondern eher eine Felslandschaft, bis zu DER besagten Stelle. Wir beobachteten dort eine Weile amüsiert ein originelles Herrenpaar, das der Sprache und dem Outfit nach aus der Schweiz oder Bayern kommen musste, machten von einer Dreier-Junge-Männertruppe für die ein Foto und ließen im Gegenzug gleich uns von ihnen ablichten.

Dann fuhren wir nach Struisbaai zu unserer Unterkunft, Mermaid Guesthouse. Keiner da. Es war ein Schild vor der Tür, das ankommende Gäste um einen Anruf unter einer bestimmten Telefonnummer bat. Da es aber noch vor 14 Uhr war und offiziell eine Anreise erst ab 14 Uhr möglich war, beschlossen wir, auf den schattigen Bänken vor dem Haus noch ein wenig zu warten. Es dauerte nicht lange, da traf auch noch ein Paar aus Deutschland ein. Kerstin rief dann die Telefonnummer an und keine 5 Minuten später erschien eine nette junge Dame um uns willkommen zu heißen. Inzwischen waren noch vier weitere Gäste, auch alles Deutsche, angekommen. Rush-hour. Wir bezogen unser Zimmer, welches Ausblick bis auf's Meer hat, tranken einen Kaffee und machten uns dann auf Entdeckungstour im Ort. Gern hätten wir die Stachelrochen gesehen, die hier bis an den Strand im kleinen Hafen kommen - leider ließ sich aber keiner blicken. So blieb es bei ein paar Fotos von Fischerbooten und Beobachtung des feierabendlichen Treibens der Einheimischen im und am Wasser. Am Supermarkt frischten wir noch unsere Wasservorräte auf und gingen an einem herrlichen Strandabschnitt spazieren. Wer sagt eigentlich, der indische Ozean ist warm? Der ist zumindest hier gerade gefühlt nicht wärmer als die Nordsee im Sommer. Es blieb also beim Füße Baden. Am Abend ließen wir uns im SeaGulls köstlichen frischen Fisch schmecken - das rundete diesen schönen Tag ab.

Mo., 30. Okt. 2017

Mo., 30. Okt. 2017

30.10. Swellendam/Bontebok NP

Nach einem guten Frühstück, was allerdings denen in den vorherigen Unterkünften nicht ganz das Wasser reichen konnte, ging es für uns heute Richtung Swellendam weiter. Zunächst machten wir aber noch einen kleinen Halt am Hafen von Struisbaai um zu sehen, ob wir jetzt Glück haben würden, einen der Stachelrochen am Strand zu sehen. Leider Fehlanzeige. Die gut 100 km bis Swellendam führten uns wieder über Bredasdorp und dann durch hügelige Landschaften mit weiten Getreidefeldern, Schafweiden (heißt das auch Weide wenn man keinen Grashalm sieht?) und bereits abgeernteten Feldern mit roter Erde. Wieder mal viel zu früh waren wir an der nächsten Unterkunft, dem Bergview Guesthouse. Aber Lidia war gerade fertig mit dem Säubern der Zimmer und überraschte uns auch gleich mit einem Upgrade. Wir haben nicht nur ein kleines Zimmer sondern eine kleine Doppelhaushälfte für uns. Total schnuckelig eingerichtet und mit eigener Veranda, von der aus wir einen hübschen Ausblick auf die Berge und einen von uns noch nicht identifizierten, leuchtend gelb blühenden Baum haben.Nach Bezug unseres Domizils und einer kleinen Pause beschlossen wir, heute noch den Bontebok Nationalpark zu besuchen - den kleinsten der südafrikanischen Nationalparks. Hier gibt es keine Raubtiere, aber Bonteböcke, andere Antilopen, Bergzebras, Schildkröten und natürlich viel anderes Getier wie Vögel und Schlangen. Da es inzwischen mit über 30° sehr heiß geworden war und wir (Anfängerfehler, wer fährt schon in der Mittagshitze auf "Safari"?) gegen 13 Uhr zum Park fuhren, war unsere Tiersichtungs-Ausbeute nicht so groß. Schön war es trotzdem. Und schweißtreibend. Und eine Eingewöhnung in das Fahren von "Gravel roads". Gesehen haben wir ein paar Bonteböcke von Weitem, einige Exemplare einer anderen Antilopenart, ein Zebra, einige Wasservögel, eine blitzschnelle dunkle Schlange und noch zwei Antilopen, die auch etwas dichter an der Straße lagen. Die Landschaft des Parks ist einzigartig. Fynbosch, Büsche, karge Steppenlandschaft, rote Erde lösen sich ab, immer sind die Berge am Horizont zu sehen. Wunderschön.

Di., 31. Okt. 2017

Di., 31. Okt. 2017

31.10. Natur Reserve De Hoop

Heute stand De Hoop auf dem Programm. Eine gute Stunde Autofahrt sollte eigentlich zu diesem wunderschönen Naturschutzgebiet mit Bunteböcken, Straußen, Zebras, Pavianen, Walen usw. reichen.

Das Wetter war heute mit ca. 37 Grad schwül-warm vorhergesagt. Unsere Vermieterin Lidia meinte, dass ein Ausflug nach De Hoop heute eine gute Idee wäre, da es an der Küste ja immer frischer sei. Aus verschiedenen Infomationen ging hervor, dass das letzte Stück des Weges eine s.g. Gravel road = Schotterstraße wäre, die man aber gut befahren könnte. Man solle sich keine Gedanken darum machen. Nun ja, diese Piste war dann gute 25 km lang und manchmal schon eine wahre Herausforderung. Nicht nur von den Straßenverhältnissen selbst, sondern auch von den Lastern, die dort als Long-Vehicles fuhren und eine riesige Staubwolke nach sich zogen. Wenn uns so einer entgegen kam, fuhren wir erstmal ins Nichts... DIe Fahrt dauerte also nicht eine Stunde, sondern gute 2 Std. Dort dann angekommen, mussten wir uns wie in jedem Park mit unseren Namen, Fahrzeugkennzeichen usw. anmelden. Dann konnten wir mit dem Auto in dem riesigen Areal fahren mit max. 40 km/h - Schlangen und Schildkröten haben immer Vorfahrt ;-). Die ersten Tiere ließen nicht lange auf sich warten und so konnten wir das eine oder andere schöne Bild machen. Es gibt verschiedene Wege durch den Park, Wir entschieden uns für den Weg zu den Dünen und damit zur Küste.

Wenn man in diesen Park fährt, dann braucht man Zeit. Die Wege sind manchmal gaanz lang und natürlich keine Asphaltstraßen. Teilweise wurde fleißig an der Schotterschicht gearbeitet, so dass über lange Strecken nur eine Fahrzeugbreite zum Fahren zur Verfügung stand. Bei Gegenverkehr musste man dann auf die noch nicht fertig gestellte Seite über einen Absatz, Schotter und Steine holpern um Platz zu machen. Aber man wird von den schönen Landschaften dafür entschädigt. Die Dünen sind ein Gedicht, mitten in einer so sonst eher steppenartigen Landschaft. Auch Wale sahen wir von den Dünen aus. Unsere zweite Station war ein View Point, von dem man eine traumhafte Aussicht über das ein Flussgebiet mit See hat. Eine Truppe Paviane saß unten am Ufer, hatte aber offensichtlich zum Glück kein Interesse an uns - das soll manchmal recht gefährlich sein. Wir hielten auf der Weiterfahrt immer wieder an um Tiere zu beobachten und zu fotografieren. Ein anderer Wegzweig führte uns zu einem Restaurant, in dem wir uns mit einem Cappuchino und einem Stück Kuchen stärkten bevor es auf die Rückfahrt ging. De Hoop ist die beschwerliche Anfahrt wert resümieren wir am Ende des Ausflugs. Auch wenn das Wetter heute bewölkt war, haben wir eine Menge schöner Eindrücke gesammelt.

Di., 31. Okt. 2017

Di., 31. Okt. 2017

31.10. Zurück in Swellendam

Nachdem wir die Rückfahrt über Schotterpisten auch überstanden haben und uns in Swellendam drückende Hitze erwartete, musste erstmal die Tankstelle angefahren werden - die netten Tankwarte haben dann auch gleich die Scheiben geputzt und mit einer Gießkanne den gröbsten Staub vom Auto gewaschen. Nicht nur das Auto hatte "Durst", deshalb war die nächste Station Spar um Getränkevorräte aufzustocken. Sozusagen im gleichen Atemzug bestaunten wir noch die wunderschöne Kirche in Swellendam. Kerstin durfte sogar noch kurz hinein, obwohl der Küster gerade abschließen wollte. Ein wunderschönes Bauwerk und irgendwie sehen die weißen Gebäude hier immer aus wie frisch gewaschen - komisch bei all dem Staub hier. Zurück im Gästehaus erfrischte erst die Dusche und Kerstin dann auch der Pool - selbst schuld, wer sich das entgehen ließ. Langsam braute sich über den Bergen eine dicke schwarze Wolkenwand zusammen und es begann, zu gewittern. Deshalb fuhren wir zum Abendessen trotz nur ca 300 m Enfernung lieber mit dem Auto. Im Drosdys hatte uns Lidia einen Tisch reserviert. Es war wunderbar. Edel, romantisch in einem uralten Gebäude. Echt afrikanisch speisten wir mit Springbock, Strauß und Impala. Hmmm. Die Kürbissuppe vorweg passte zum heutigen Halloween und zum Dessert gönnten wir uns noch Blaubeer-Panna-Cotta bzw. südafrikanische Käseauswahl. So ging ein perfekter Tag zu Neige.

Mi., 01. Nov. 2017

Mi., 01. Nov. 2017

01.11. Wilderness

Nach einer herzlichen Verabschiedung von unserer Vermieterin in Swellendam machten wir uns bei bedecktem Himmel auf nach Wilderness. Es ging ausschließlich über die N2, die mal mit unseren Landstraßen zu verleichen ist, mal zweispurig als Autobahn gilt. Die bisher längste Strecke lag heute vor uns - wir fuhren ohne Zwischenstopp etwa 2,5 Stunden. Weder Navi noch unsere Handys konnten uns zur Adresse der Unterkunft lotsen (Straße unbekannt), aber bei der Ausfahrt zum Zentrum von Wilderness sahen wir sofort die Touristeninformation wo wir gleich eine Karte und Wegbeschreibung erhielten. Natürlich waren wir mal wieder viel zu früh an der Unterkunft. Dieses Mal konnten wir auch noch nicht einchecken. So ließen wir uns ein Restaurant in der Nähe empfehlen und ließen uns im Salinas einen Cappucino bzw. Red Cappucino sowie Tapas in Form von Fischpaste mit Kräckern bzw. in Bierteig gebackenen Kartoffelspalten schmecken. Was ein Red Cappucino ist, wollte Kerstin unbedingt probieren. Es ist wie ein Cappucino, bei dem an Stelle des Espressos ein starker Roibosch-Tee hinzugefügt wird. Man süßt ihn dann mit Honig. War lecker und eben mal etwas Lokales. Heute Abend werden wir hier dann Essen gehen. Punkt zwei waren wir wieder am Dolphin Guesthouse und jetzt wurden wir auch herzlich empfangen und eingelassen. Der Vermieter fragte, ob wir auf die gebuchte Suite bestehen würden oder ob er uns eine etwas kleinere Suite mit Balkon statt Terasse anbieten könne, die aber wegen der höheren Lage den deutlich besseren Blick über Dünen, Strand und Meer bieten würde. Wir entschieden uns für den besseren Blick und wurden nicht enttäuscht. Was für ein schönes Zimmer! Der Balkon wurde gleich für eine ausgiebige Pause genutzt und es zeigten sich sogar in etwas weiterer Entfernung mehrere Gruppen springender Delfine und ein Wal winkte zur Begrüßung mit seiner Schwanzflosse. Wie nett von ihm ;-). Nach einem Käffchen auf dem Balkon konnte Thorsten von Kerstin zu einem Strandspaziergang animiert werden. Von der Unterkunft führt ein Holzweg abwechselnd als Treppe und Steg hinunter zum Strand - rauf war der Weg deutlich beschwerlicher - die Dünen und damit das Guesthouse ganz oben sind ganz schön hoch. Am Strand war es herrlich leer. Wir schlenderten eine Weile am Wassersaum entlang, immer darauf bedacht, nicht auf eine der angeschwemmten portugiesischen Galeren zu treten. Das sind sehr hübsche blaue Quallen, die allerdings ausgesprochen schmerzhaft bei Berührung sind. Sie werden wohl bei bestimmten Windrichtungen hier angeschwemmt. Interessant war auch zu beobachten, wir viele aasfressende Schnecken sich blitzschnell auf dem nassen Sand fortbewegten und sich über die gestorbenen Quallen hermachten. Den Rest des Tages lassen wir ruhig ausklingen, freuen uns auf das Essen und ein schönes Bad in der luxuriösen Badewanne.

Mi., 01. Nov. 2017

Mi., 01. Nov. 2017

01.11. Wilderness Gewitter vom Feinsten

Ein kleinen Nachtrag soll es zu dem gestrigen Tag noch geben. Wir hatten um 19 Uhr einen Tisch im Restaurant Salinas reserviert und sahen schon, dass über den Bergen dicke Wolken hingen. Etwa 10 Minuten später zog ein richtiges Gewitter auf während auf der anderen Seite noch das Sonnenuntergangslicht leuchtete. Viele Blitze und viel Regen sorgten für eine interessante Stimmung. Auch nach unserem Essen dauerte das Gewitter noch an, der Regen hatte allerdings erstmal aufgehört. So kamen wir trocken zum Guesthouse und genossen das Naturspektakel von unserem Balkon aus. Mehrere Gewitterzellen ließen den Himmel flackern und blitzen - über dem Meer, über den Bergen und der Stadt. Kameras und Stative raus und alles gegeben, etwas von diesem Naturereignis aufzunehmen. Wir hatten auch das Gefühl, dass die Wellen leuchteten - das gibt es hier manchmal durch fluoreszierendes Plankton. Hammer!

Do., 02. Nov. 2017

Do., 02. Nov. 2017

02.11. Wilderness - Wanderung

Wellenrauschen im Ohr beim Einschlafen und Aufwachen, der erste Blick durchs Fenster auf Strand und Meer im Morgensonnenschein - herrlich! Die Entscheidung, was wir an diesem Tag in Wilderness machen wollten, fiel uns schwer. Einerseits wollten wir natürlich etwas sehen, andererseits unseren Traum-Balkon nutzen. Wir entschieden uns für eine Wanderung - aber bitte nicht so lang, damit noch genügend Zeit zum Relaxen bleiben würde. Außerdem sind wir weder wandererfahren noch -begeistert. Der nette Herr am Gate zum Wilderness Nature Reserve stellte uns in sehr schwer zu verstehenden Englisch zwei Wanderungen vor und empfahl die Kürzere, weil auch Schönere. Na gut. Auf ging's zum Half Collared Kingfisher Trail. Angaben lt. Prospekt 7,2 km 3-4 Stunden. Das haben wir aber erst später gelesen - sonst wären wir sicher nicht den kompletten Weg gelaufen. Der Weg geht durch eine Landschaft, die die Bezeichnung Dschungel oder Urwalt durchaus verdient hat. Streckenweise führen Holzbohlenwege durch den Wald, dann geht es wieder über Stock und Stein und vor allem Baumwurzeln. Dann kommen steile Treppen, mal rauf, mal runter. Manchmal muss man auch unter einem Baum hindurch oder über einen Stamm hinweg. Ein unglaubliches Gezwitzscher diverser exotisch klingender Vögel drang durch das dichte Blattwerk. So sehr wir uns aber auch bemühten - außer fliegend konnten wir keinen von ihnen in den Bäumen ausmachen oder gar fotografieren. Blieb also das Einbrennen der Erinnerungen in unser Gedächtnis. Nach einiger Zeit kamen wir an eine Wegzweigung. Irgendwo muss der Fluss überquert werden. Entweder mit einer Art Floß, dass man an Seilen aus eigener Kraft hinüber ziehen muss oder ein Stück weiter über Steine im Fluss. Da uns das Floß erst zu wackelig aussah, entschieden wir uns für den Weg Richtung Steinüberquerung. Was für ein fataler Fehler. Der Weg begann noch relativ harmlos, wurde dann aber immer abenteuerlicher. An der Felswand entlang, mal auf Steinen, mal von Baumwurzel zu Baumwurzel, durch eine kleine Höhle, weiter auf sehr schmalen Wegen auf- und abwärts. Nach einer Weile kam uns ein junges Pärchen entgegen. Schweißgebadet und völlig fertig - vor allem "Er", "Sie" war wohl fitter. Er lachte und sagte nur "That's too much. Too much! Oh no! Really too much for me!". Wir entschlossen uns dann zur Umkehr, die Beiden hinter uns her - wir machten gar nicht mal so eine schlechte Figur dabei. Wieder an der Floß-Stelle angekommen, rangen wir noch mit uns. Das junge Pärchen erzählte uns, dass sie auf dem Hinweg den Weg mit dem Floß und weiter auf der anderen Seite gegangen seien und der Weg viel einfacher sei. Er half uns sogar beim Übersetzen und so blieb uns eigentlich gar nichts anderes übrig, als bis zum Ziel "Wasserfall" durchzuziehen. Oh Mann, das erforderte Puste und zumindest bei Kerstin gibt es morgen sicherlich einen Muskelkater. Treppe rauf, Treppe runter, immer weiter durch den "Dschungel" bei steigenden Temperaturen und hoher Luftfeuchtigkeit. Der Schweiß floss in Strömen. Immer wieder hörten wir den Fluss rauschen und wähnten uns schon dem Ziel nahe - was sich mehrfach als Irrtum herausstellte. Schließlich erreichten wir dann aber den Wasserfall. Hmmmmm. Die Landschaft dort ist schon grandios, der Wasserfall selbst so naja - wenn er mehr Wasser führt, ist er sicher imposant.Einige andere Wanderer, vor allem welche im Alter unserer Kinder badeten in den "Pools", die sich in den Felsen gebildet hatten. Darauf verzichteten wir in Ermangelung von Badekleidung. Wir machten also nur eine kleine Foto- und Trinkpause und traten den Rückweg an. Nach insgesamt 3,5 Stunden schweißtreibender Tour erreichten wir durstig und erschöpft unser Auto. Da hatten wir uns doch einen Cappucino im Salinas wirklich verdient - und reservierten bei der Gelegenheit gleich einen Tisch für heute Abend.

Fr., 03. Nov. 2017

Fr., 03. Nov. 2017

03.11. Tsitsikamma & Jeffreys Bay

Heute mussten wir unser schönes Domizil in Wilderness leider verlassen – hier hätten wir es gut auch noch ein paar Tage aushalten können. Wir hatten eine längere Fahrstrecke heute vor uns bis nach Jeffreys Bay. Vorher haben wir noch unsere Wasservorräte augestockt (naja, ganze 2 Flaschen Mineralwasser mit Kohlensäure gab es noch bei Spar). Eigentlich ging es den ganzen Tag nur geradeaus – immer auf der N2 entlang. Die Landschaft abwechslungsreich mit Wald, Hügeln, Bergen, Flüssen, Schluchten – so wurde die Fahrt nicht allzu langweilig. In der Gegend um Knysna waren deutlich noch die Folgen der verheerenden Waldbrände vom Anfang des Jahres zu erkennen. Das war schon bedrückend, zu sehen, über wie viele Kilometer überall vormals bewaldete Hügel nun entweder kahl waren oder mit toten Bäumen mit verkohlten Stämmen übersät. Auch waren einige Häuser nicht den Flammen entkommen – teilweise standen die verrußten Ruinen noch, teilweise waren Grundstücke mit abgerissenen Häusern zu erkennen. Wenn Holzhäuser dann scheinbar völlig unversehrt waren, aber wenige Meter entfernt verkohlte Bäume, kann man sich denken, was für Ängste die Menschen hier ausgestanden haben müssen.

Nach Knysna kam bald der Tsitsikamma Nationalpark. Hier hatten wir einen längeren Stopp geplant und fuhren in den Nationalpark hinein – natürlich nach Registrierung und Zahlung der Eintrittsgebühr. Landschaftlich erinnert die Gegend an Wilderness mit den steilen, wild bewachsenen Hügeln am Meer. Unser Ziel war eigentlich die Hängebrücke über die Mündung des Storms River. Leider stellten wir fest, dass es bis zur Brücke noch eine Wanderung von ca 1 Stunde hin und danach wieder zurück erfordert hätte. Wir kämpften eine Weile mit uns und der Enttäuschung, entschieden uns dann aber gegen die erneute Wanderung. Einerseits wäre es dann viel später geworden als geplant und andererseits schmerzt nach der Wanderung gestern in Wilderness Kerstins Knie beim Abwärtssteigen. Ein wenig half uns dann eine Dassi-Mama mit ihrem Nachwuchs über die Enttäuschung (wie süüüß!) und eine Gruppe Delfine, die munter vor der Küste schwammen. Gegen 15 Uhr sind wir dann in Jeffreys Bay im On The Bay Guesthouse angekommen. Offensichtlich sind wir die einzigen Gäste zur Zeit, das Haus ist einfach, aber gepflegt und erinnert mit Tischkicker und Billard eher an eine Jugendherberge oder Backpackers. Nach einer Kaffeepause fuhren wir dann in Richtung Ort. Unserer Tochter hatten wir ja versprochen, auf jeden Fall auch das Island Vibe Backpackers anzusehen, in dem sie einen unvergesslichen Abend vor einigen Jahren verbrachte. Wir dachten schon, falsch zu sein, als uns am Ende des Ortes freilaufende Kühe begegneten, doch tatsächlich, am Ende der Straße dann das Island Vibe. Soviel wir sehen konnten, muss man von der Terasse aus einen wirklich schönen Blick auf die Bucht haben, ansonsten wirkte es auf uns wenig einladend. Danach fuhren wir in den Ort zurück, parkten am Hauptstrand und machten uns mit unseren Kameras auf Éntdeckungstour. Hm. Was soll man sagen? Der Strand: Toll. Wellen: Schön anzusehen. Surfer: Keine da – nur einige auf dem Weg nach Hause. Na gut, dann wollten wir eben jetzt Essen gehen. Erster Versuch: Offensichtlich eher eine Beachbar für 300 Personen als ein Restaurant. Die wenigen anwesenden Leute hatten nur Getränke vor sich. Also nächste Station. Das Restaurant war gut besucht und sah gepflegt aus. Leider wurden wir an der Tür schon freundlich abgefangen – einen Kaffee gäbe es noch, aber sie würden gleich schließen. Morgen Früh ab 7.30h sei aber wieder auf, es gäbe schönes Frühstück. Da standen wir nun mit knurrenden Mägen. Überhaupt waren kaum Restaurants auszumachen. Geschäfte schienen alle schon zu schließen (es war mal gerade gegen 17 Uhr) und überhaupt wirkte der Ort auf uns nicht sehr einladend. Nach einigen Irrwegen ergatterten wir dann zwei Pizzen to go bei Debonnairs, die wir dann auf der Terrasse vor unserem Zimmer aßen. Dort ließen wir dann den kühl und windig werdenden Abend bei Gewittergrollen von Ferne ausklingen.

Es kann sein das wir die nächsten Tage nichts posten können, weil wir nicht wissen ob wir Wlan haben werden. Ihr musst Euch wenn dann gedulden.

Sa., 04. Nov. 2017

Sa., 04. Nov. 2017

04.11. Der Weg zum Mountain Zebra NP

Nachdem wir nicht besonders gut geschlafen hatten, warum weiß man nicht, wurden wir mit einem schönen Frühstück verwöhnt. So einfach das On The Bay Guesthouse auch ist, die älteren Eigentümer betreuen ihre Gäste mit Liebe. Es gab wirklich frisch gepressten Orangensaft, leckeren Cappucino, Eier, frisches Brot (sogar welches, was extra für Deutsche Touris hier gebacken wird), Waffeln, Käse, Wurst, Erdbeeren – was will man mehr? Bevor wir uns dann auf den Weg zum Mountain Zebra NP machten, statteten wir dem Ort Jeffreys Bay nochmals einen Besuch ab. Und siehe da, unser schlechter Eindruck von gestern Nachmittag wurde etwas revidiert. Die ganze Stimmung in den Straßen war deutlich freundlicher. Geschäfte hatten geöffnet und waren gut besucht, am Strand gab es trotz weniger Wellen schon mehrere Grüppchen Surfschüler mit ihren Lehrern. Wir machten also einen Einkaufsbummel und gaben hier und da etwas Geld aus. Wofür, wird hier noch nicht verraten. Dann endlich Abfahrt Richtung „Safari“. Die Strecke von etwa 350 km ging erst recht zügig voran, da auch die Landschaft recht abwechslungsreich war. Beeindruckt hat uns z. B. die Bucht bei Port Elizabeth, die in schönstem Türkis schimmerte und von mehreren großen Frachtschiffen befahren wurde. Klar, eine große Stadt am Meer hat auch einen großen Hafen. Bald darauf führte die Route dann von der Küste weg ins Landesinnere. Auch hier wechselte die Landschaft von bergig zu flacher Steppenlandschaft und wieder zu Hügeln. Über zig Kilometer keine Menschenseele, kein Dorf, kein Nichts. Ach doch. Hin und wieder ein Pavian oder ein anderes Äffchen an der Straße. Als Kulisse für Indianerfilme super geeignet. Irgendwie hat auch die karge Landschaft etwas atemberaubendes. Als wir endlich Cradock erreichten, sahen wir zuerst, wie bei so vielen Städten, Townships. Allerdings hier immerhin fast vollständig in Form von kleinen festen Häusern, keine Wellblechhütten. Aber ein System für Müllentsorgung scheint hier komplett zu fehlen. Wir dachten schon, das sei der Ort. Um so mehr waren wir erleichtert, als wir ein Stadtzentrum erreichten, in dem uns beim angesteuerten Supermarkt auch eine wunderschöne Kirche mit davor lila blühenden Bäumen empfing. Nach einem kleinen Provianteinkauf war dann die Strecke zum Mountain Zebra NP auch ausgeschildert. Parkeinfahrt war problemlos und zügig erledigt, noch 12 km im Park standen uns bis zum Main Camp bevor. Tatsächlich hatten wir auf dieser Strecke auch schon unsere ersten Tiersichtungen – allerdings noch keine Kameras parat. Das werden wir hoffentlich morgen nachholen. Nachdem wir unser Häuschen bezogen, einen Kaffee getrunken und einen ersten Erkundungsgang im Camp hinter uns hatten, meldeten wir uns für morgen Früh zum Early morning game drive an. Um 4.45h ist Treffen an der Rezeption. Gegessen haben wir lecker im Restaurant.

So., 05. Nov. 2017

So., 05. Nov. 2017

05.11. Der Tag wacht auf

Um 4 Uhr morgens ging der Wecker, denn wir hatten eine geführte Safari von 5-7 Uhr morgens gebucht. Ein kurzer Kaffee bzw. Kakao, ein Toast bzw. Kekse und um 4:45 Uhr standen wir dann vor der Rezeption. Kein anderer da? Um 5 Uhr hörten wir dann einen Jeep sich der Rezeption nähern.

Nach kurzer Zeit stand fest, dass wir beide die Einzigen waren, die diese Tour gebucht hatten. Also was für eine tolle Sache – Safari mit einem Personal-Guide für 2 Std. im offenen Jeep. Die Temperaturen an diesem Morgen waren kalt. Wir beide hatten ein T-Shirt, 1 dicken Pullover, 1 Jacke, Schal und Mütze an. Unser Guide war auch dick angezogen, und so fuhren wir los und die Kleidung war richtig bemessen. Auch wenn wir nur 20km schnell fuhren, es war lausig kalt. Die vorsorglich angebotenen Decken brauchten wir trotzdem nicht.

Den einzigen Nachteil, den wir an diesem Morgen hatten war Nebel, der das Gebiet teilweise in eine dicke Schicht eingepackt hatte. So sahen wir Landschaft und Tiere (wenn wir denn welche sahen) oft in einer etwas gespenstigen Umgebung. Das hatte teilweise aber auch seinen Reiz.

Der Guide erzählte uns vieles von den Tieren und fuhr dank des Jeep manchmal echt abenteuerliche Wege, die wir mit unserem Mietwagen nicht hätten fahren können und dürfen. Er war sehr bemüht, uns das eine oder andere Tier zu zeigen, stieg zwischendurch sogar aus um Spuren zu lesen.

Interessant war auch, wie der Tag erwachte und die Tiere und die Umgebung im neuen Licht erschienen. Wir sahen den Vollmond langsam verschwinden und dann die Sonne durch den Nebel brechen. Ein Licht- und Farbenspiel entstand, das man kaum mit Worten wiedergeben kann. Als ob jemand ein Loch in den Nebel gehauen hätte, sah man auf einmal einem kompletten Berg mit Sonnenstrahlen geflutet und rundherum Nebel und die Temperaturen stiegen auf einmal rapide an.

Wieder im Camp angekommen, gingen wir erstmal zurück zu unser Haus, und machten dann erstmal ein ausgiebiges Frühstück.

So., 05. Nov. 2017

So., 05. Nov. 2017

05.11. Fahrt im Moutain Zebra

Gegen 8 Uhr fuhren wir dann frisch ausgerüstet mit unserem Wagen auf eigene Erkundungstour. Wir wählten dazu die Gebirgstour Kranskop Loop, die 13,5 km lang ist. Also schlängelten wir uns die Berge nach oben, blieben an verschiedenen Punkten stehen und genossen einfach das Panorama. Dann tauchten auch die ersten Tiere auf. Die ersten Bilder wurden gemacht und wir lernten dabei auch langsam auch, wie man sich am Besten den Tieren mit dem Auto nähert. Die Straße des Pfads ist sehr unterschiedlich. Mal Asphalt, dann Sandstraßen, Stein- oder Schotterwege - eine Mischung und sehr unterschiedlich breit, so dass wir manchmal inständig hofften, dass kein Gegenverkehr kommt. Als die Straße wieder breiter wurde, fast ganz oben auf dem Berg, kam uns dann auch ein Auto entgegen und man forderte uns per Handzeichen auf, anzuhalten. Nach einem kurzen „Good Morning“ sprudelte auch gleich die wichtigste Information zu uns rüber „Lions under the tree“ . Gute 300m weiter sollten zwei männliche Löwen unter einem Baum direkt an der Straße liegen. Wenn das stimmt, dann hätten wir echt super Glück, denn die Löwen zu sehen, ist in dem riesigen Park und Dank ihrer Tarnfarbe sehr schwierig. Also tasteten wir uns langsam mit dem Auto weiter voran, und wirklich, da lagen die Beiden und schliefen unter dem Baum. Die ersten Fotos wurden gemacht. Leider sehr schwierig, denn durch die Windschutzscheibe befriedigten uns die Ergebnisse durch die Reflektion nicht und Aussteigen geht gar nicht. Also aus sicherer Entfernung mit offenem Fenster versucht. Aber wir mussten ja auch direkt an den Löwen vorbei – etwa mit 1 m Abstand. Also Fenster wieder zu – wir wollen ja keine Raubkatze im Auto und ganz langsam auf die beiden Löwen zu, die dann aufgrund des Autolärms auch wach wurden und die Köpfe hoben. Es waren zwei prächtige männliche Tiere, die vom Aussehen her dem König der Tiere voll gerecht wurden. Es ist schon sehr eindrucksvoll wenn man an der Beifahrertür zwei ausgewachsene Löwen sieht, die einem mit großen Augen direkt ansehen. Hierbei entstanden leider nur Fotos mit Scheibenspiegelungen. Aber in unserer Erinnerung brannte sich das Erlebnis tief ein.

Unsere Fahrt ging weiter den Pass entlang und kurze Zeit später kam uns auch ein Wagen entgegen, den wir nun wiederum anhielten und die Information über die Löwen an die hoch erfreuten Insassen weitergaben. So funktioniert das also in den Nationalparks. Das diese Information sich wie ein Lauffeuer herumgesprochen hat, erfuhren wir später, als wir wieder im Camp waren und beim Mittag angesprochen wurden, ob wir auch Löwen gesehen hätten. Wir konnten sogar noch mehr berichten – aber der Reihe nach. Unser Weg führt uns auch an einem toten Zebra vorbei, welches wohl erst vor kurzem erlegt worden war, so ist die Natur nun mal. Um 9:30 waren wir wieder am Eingang des Camps aber da noch keine Mittagszeit ist und die Temperaturen dank Klimaanlage im Auto gut auszuhalten, beschlossen wir, noch einen weiteren, nicht so langen Weg zu fahren. Er führt nicht in die Berge sondern bleibt in der Ebene. Ubejana Loop heißt der Weg und hat ein Länge von 7,4 km. Auch hier haben wir Glück und sehen Strauße, Springböcke, Kuhantilopen, Erdhörnchen, sogar einen Sekretärvogel in hohem Flug. Manchen Antilopen und Böcke hatten ganz kleine Junge dabei – sind die süß!

Und dann hatten wir Glück und sahen zwei Löwinnen und einen jungen Löwen! Also machten wir viele Fotos und beobachteten die 3 ein Weilchen. Die Fahrt ging weiter zu einer Wasserstelle wo das Leben tobte. Neben vielen Springböcken mit ihren Jungen sind auch Baboons (Paviane) am Ufer, vor denen sehr gewarnt wird. Diese Affen sind nicht unterschätzen – klug und manchmal sehr aggressiv. Diese Tiere sind so intelligent, dass sie sogar Autos öffnen können sollen und bei offenen Fenstern die Zentralverriegelungen aufmachen. Großes Interesse haben sie außer an Essbarem an Kameras und Handys. Also Fenster zu und Zentralverrieglung an! Nachdem die Horde an uns vorbeigezogen war und sich am Ufer tummelte, trauten wir uns doch, die Fenster zu öffnen und konnten noch schöne Fotos von den Tieren bei offenem Fenster machen.

Gegen 11:20 h waren wir wieder im Camp und brachten unsere Sachen ins Haus, um dann einem Cappuccino und etwas Kleines zu essen.

Nach dem Essen war Siesta und wir ruhten beide uns erstmal aus und machten ein Nickerchen im kühlen Haus – draußen kletterten die Temperaturen auf sicher mehr als 30°. Heute Abend geht es dann auf die Nachttour von 19:30 – 21 Uhr.

So., 05. Nov. 2017

So., 05. Nov. 2017

05.11. Nacht-Safari

Ein wenig kamen wir uns vor, wie vor einer Nachtwanderung auf Klassenreise – so ähnlich war unsere Stimmung. Hier wird es nach Sonnenuntergang sehr schnell stockdunkel. Standen wir um 19.15h noch im Sonnenuntergangslicht mit den anderen 6 Teilnehmern vor der Rezeption, starteten wir 20 min später mit dem selben Guide wie heute Morgen (Anmerkung: Sein Arbeitstag begann um 4.30h und endet um 22 Uhr) in die stockfinstere Nacht. Man muss sich das etwa so vorstellen: Ein offener Jeep mit 3 Reihen à 3 Plätzen, ein Guide plus ein weiterer, weiblicher, Guide, die wir noch abholten. Jeweils einer von den Beiden hatte einen großen Scheinwerfer in der Hand und suchte damit während wir durch die dunkle Wildnis fuhren, ständig schwenkend die Umgebung nach aufleuchtenden Augen ab. Faszinierend, wenn plötzlich Augen aufleuchten – immer auch in dem Bewusstein, dass auch Löwen und Geparden in diesem Park leben. Von denen sahen wir aber nichts. Stattdessen entdeckten wir schlafende und erschrocken aufsehende Kudus, Springböcke und weitere Antilopen. Wir wollten aber ja die nachtaktiven Tiere finden. Wir sahen ganz viele Tiere, deren Namen wir zu Hause erst noch mal recherchieren müssen – es klang so ähnlich wie „Springhairs“. Diese nennen die Ranger hier auch liebevoll kleine Kängurus. Tatsächlich sahen sie ähnlich aus, wie sie mit ihren großen Ohren dicken Schwanz durch die Nacht hüpften. Allerdings sind sie nur etwa so groß wie unsere heimischen Kaninchen. Dann sahen wir noch Ginsterkatzen – sehr scheue Tiere mit gestreiftem Schwanz. Ein Erdferkel wurde lange gesucht – aber leider nur der Bau gefunden. Dazu konnte uns der Guide aber einige interessante Dinge erklären. Einen Erdwolf zu sehen, hatte sich eine unserer Mitreisenden sehr gewünscht – und tatsächlich gelang es kurz vor Schluss, noch einen in etwas weiterer Entfernung zu sehen. Sehr eindrucksvoll auf dieser Tour war auch der „Gesang“ der Hyänen und der aufsteigende (fast noch) Vollmond. Gut war, dass wir uns richtig warm eingemummelt hatten – es war besonders gegen Ende der Tour wieder lausig kalt. Insgesamt ein tolles Erlebnis.



Mo., 06. Nov. 2017

Mo., 06. Nov. 2017

06.11. Ankunft im Addo Elephant Park

Nach rund 210 km Fahrt durch die spektakuläre Landschaft der Coetzesberge mit den Steppen und über den Olifantskop-Pass, der atemberaubende Panoramen freigab, sind wir heute gut im Addo Elephant Park angekommen. Der Check-In klappte problemlos, nur waren wir noch zu früh. Kein Problem – wir genehmigten uns eine Zwischenmahlzeit und Cappucino im Restaurant. Um 14 Uhr konnten wir dann unser Safari-Tent beziehen. Leider war schon im Februar als wir buchten, der Park fast ausgebucht, so dass wir kein feststehendes Haus mieten konnten, sondern auf ein Safari-Zelt ausweichen mussten. Nun war die Spannung groß, wie wir die nächsten 3 Tage wohl wohnen und schlafen würden. Gleich nach dem Einparken erlebten wir schon die erste Überraschung. Ein Mann kam grüßend auf uns zu und nachdem wir merkten, dass wir alle Deutsch sprachen, kombinierte er ganz schnell, dass wir uns über das Südafrikaforum schon „kennen“. Nach einem kurzen Smalltalk gingen wir dann durch einen gewundenen, von Hecken begrenzten Weg und standen schließlich vor unserem Zelt. Wow! Einige Stufen führten zur Holzterrasse mit grandiosem Blick auf Ebene, die links außerhalb unseres Blickfeldes auch das Wasserloch bietet. Tatsächlich konnten wir gleich einige Elefanten bestaunen. Das Zelt selbst steht also erhöht, hat einen festen Holzboden, 2 Betten, Nachtschränke, Geschirr- und Kühlschrank. Nur zum Waschhaus müssen wir unser Zelt verlassen. Wir teilen das Waschhaus mit noch 4 weiteren Zelten – also insgesamt 10 Personen.

Inzwischen war heftiger Wind aufgekommen, so dass wir trotz Sonnenschein mit Jacke und Mütze auf unserer Terrasse die ersten Eindrücke auf uns wirken ließen. Später machten wir einen ausgiebigen Erkundungsspaziergang durch das Camp. Es gibt außer diversen Unterkünften, Restaurant und Shop auch einen schön angelegten Pool, eine Aussichtsplattform Richtung Wasserloch und, ganz toll, einen „Versteckweg“, der einen Beobachtungs- und Foto-Unterstand zu ebener Erde direkt am Wasserloch beherbergt. Dort blieben wir eine ganze Weile und erfreuten uns an Elefanten, Büffeln, Warzenschweinen und Vögeln. Gern hätten wir uns auch für zwei Game Drives angemeldet, aber das war leider nicht so möglich, wie wir es uns gewünscht hätten. Eine Vorab-Reservierung per Telefon wäre sinnvoll gewesen, haben wir aber nicht gewusst. So sind bei 6 Safari-Terminen pro Tag an all unseren drei Aufenthaltstagen nur die Nachtsafari am letzten Abend (haben wir nicht gebucht, 1x Nachtsafari finden wir erstmal genug) und die Mittagssafari morgen um 12 Uhr zur buchen. Etwas enttäuscht buchten wir also für morgen Mittag und werden uns entsprechend auf eigene Faust im Park umsehen. Nach dem Abendessen im Restaurant setzten wir uns noch eine Weile auf die stockdunkle Terrasse unseres Zeltes, lauschten den Geräuschen der Wildnis-Nacht und gingen zeitig ins Bett.

Di., 07. Nov. 2017

Di., 07. Nov. 2017

07.11. Addo Elephant Park Tag 2

Nachdem wir erstaunlich gut geschlafen haben und beim Einschlafen den Geräuschen der Wildnis gelauscht haben – mit Diskussion ob das laute Knurren denn nun von Elefant oder Löwe stamme, waren wir früh wach. Die Kälte der Nacht war unter der Decke und mit dicken Socken ganz gut auszuhalten. Wir saßen schon gegen 7 Uhr auf unserer Zelt-Terrasse beim Frühstück mit Blick auf die Ebene, auf der sich außer Vögeln aber keine Tiere zeigten. Diese wiederum wollten aber gern etwas von unserem Frühstück abhaben – landeten sogar auf dem Tisch und einer machte „den Pieps“ indem er schnurstracks auf Thorstens Käsetoast zuflog als er abbiss. Wie gut, dass wir diesbezüglich geübt sind und so konnte Thorsten sein Brot verteidigen. Hübsche Vögel sind das hier. Gelbe, grüne, graue mit Haube…. Nach dem Frühstück machten wir uns mit dem Auto auf den Weg zu unserer ersten eigenen Tour hier. Wir entschieden uns für den Gorah-Loop und waren ca 90 min unterwegs. Gesehen haben wir ein Warzenschwein, Elefanten, Kudus, einen Büffel und Zebras. Die Tiere sind hier sehr schwer zu entdecken, da weite Teile des Geländes mit recht hohem und dichtem Busch- und Strauchwerk bewachsen sind. Nach einer Cappucino-Pause nahmen wir dann an der Mittags-Safari teil. Leider war das Wetter heute nicht besonders freundlich. Gut, dass wir uns dick angezogen hatten mit Pulli, Jacke, Schal, Mütze – außer kaltem Wind regnete es zwischendurch auch noch. Kaum zu glauben, dass vor einer Woche hier 40° gewesen sind. Wir bekamen einen und später noch einen Schakal zu sehen, wieder ein Warzenschwein, Zebras, männliche Kudus mit gewaltigen Hörnern und: Elefanten! Erst einen Einzelnen in den Büschen und später eine größere Gruppe von rund 20 Tieren an einem Wasserloch. Elefantenmamas, respekteinflößende Papas und Kinder von neugeboren bis Teenager. Es hat großen Spaß gemacht, sie zu beobachten und Fotos zu machen. Nach den 2 Stunden Tour waren wir dann doch durchgefroren und kochten uns erstmal Kaffee und Kakao, stärkten und mit Keksen als Zwischenmahlzeit und stellten tatsächlich die kleine Heizung an, die in unserem Zelt steht. Alles in allem ein schöner aber zu kalter und zu nasse


Mi., 08. Nov. 2017

Mi., 08. Nov. 2017

08.11. Addo Elephant Park Tag 3

Wie gut, dass wir eine kleine Heizung im Zelt hatten – damit ließ sich die Nacht gut und ohne zu frieren verbringen. Wenn man um 20.30h ins Bett geht, hat man auch morgens früh ausgeschlafen und so saßen wir schon um 7 Uhr fertig für den Tag auf unserer Terrasse beim Frühstück. Der Wetterbericht versprach einen trockenen, wechselnd bewölkt/sonnigen Tag bei rund 23°. Also fuhren wir nach dem Frühstück gleich auf eine große Rundtour. Obwohl es noch nicht heiß war, hielten sich unsere Tiersichtungen in Grenzen. Elefanten konnten wir wieder vor allem an den Wasserlöchern beobachten, Warzenschweine tauchten immer mal wieder auf, ein Schakal bei den trinkenden Elefanten, einige Dung-Beetles (große Käfer, die in Elefantendung ihre Eier legen), ein Zebra, ein Büffel im Wasser, wovon wir aber nur die Hörner und den Rücken sahen und einige Kudus. Leider kein Löwe, kein Leopard, keine anderen Antilopen. Schade, aber das ist eben Natur. Die Tiere, die wir sahen, haben uns jedoch große Freude bereitet und standen größtenteils brav zum Foto-Shooting bereit. Nach 4 Stunden Fahrt, war es wirklich Zeit für eine längere Pause. Wir stärkten uns mit einem Burger und Cappucino und relaxten dann mit Bilder-Kucken und Nickerchen auf unserer Terrasse.

Do., 09. Nov. 2017

Do., 09. Nov. 2017

09.11. Eine Reise nähert sich dem Ende

So Ihr Lieben, Ihr habt uns auf unserer Reise virtuell begleitet und wir hoffen, dass Euch die Berichte und die Bilder gefallen haben.

Wie alles, hat auch das Schönste irgendwann ein Ende.

Insgesamt haben wir mit dem Auto 2579 km verfahren um die verschiedenen Reiseziele zu erreichen. Vieles haben wir erlebt und genossen, einiges hat uns nachdenklich gestimmt. Südfrika ist ein Land mit tollen abwechslungsreichen Landschaften und ebenso wechselhaftem Wetter. Wir sind bei über 30° vor der Sonne in den Schatten geflohen, haben mächtige Blitz- und Donnerwetter erlebt und bei 9° in der Nacht im Zelt gebibbert.

Die Eindrücke von dieser Reise werden besitmmt in den nächsten Wochen noch nachwirken, besonders wenn wir uns die Bilder nochmal in Ruhe ansehen, bearbeiten und auch ein Fotobuch erstellen. Wir konnten Euch in diesem Reisebericht ja nur eine kleine Auswahl der über 3200 (!!!) gemachten Bilder zeigen.

Die erste Etappe unseres Heimweges führte uns heute vom Addo Elephant Park zunächst nach Port Elizabeth. Dort mussten wir leider längere Zeit auf dem Flughafen aushalten, weil der Flug erst gegen Abend ging. Eigentlich hatten wir geplant, am Summerstrand noch einige schöne Stunden zu verbringen, was aber bei starkem Wind und einer fetten Ladung Sand in Gesicht und Augen nach einer kurzen "Schnupperpause" abgebrochen wurde. Leider kam dann auch noch eine Verspätung von 70 min hinzu. Als wir dann endlich das Boarding hatten, kam ein dickes Gewitter und Regen über den Flughafen nieder, so dass wir durch strömenden Regen vom Gate zum recht kleinen Flugzeug laufen mussten. Zum Glück verlief der Flug wider Erwarten ruhig und der Anflug auf das nächtliche Kapstadt war wunderschön. Ein Taxi wurde schnell gefunden und mit Hilfe von Maps konnten wir dem Fahrer auch schnell helfen, wo sich unser B & B befindet. Er brauchte uns mit nahezu Lichtgeschwindigkeit dorthin ;-)

Wir sind jetzt in unserer letzten Unterkunft, wo wir die letzte Nacht und den morgigen Tag in Südafrika genießen werden, ehe wir abends in die Maschine nach Dubai steigen und über Nacht fliegen, Am Samstag sollen wir dann planmäßig um 12:55 Uhr in Hamburg sein.

Heute gibt es dann auch "nur" noch ein paar Handy-Fotos, z. T. aus dem Auto fotografiert. Weil es eben auch dazu gehört, seht Ihr auf dem Einen ein Township in Port-Elizabeth, wobei dieses eines der "Besseren", nämlich mit festen Häuschen und Platz ist. Die Wellblechhütten Kapstadts haben wir nicht fotografiert. Die junge Antilope hatte sich heute Morgen in das Main Camp im Addo geschmuggelt und der Elefant meinte, wenn wir gehen, kann er auch gehen...